- Funktion: Abscheidung großer Materialmengen vor dem Sauger
- Mehrwert: Deutlich reduzierte Filterbelastung und stabilere Saugleistung
- Einsatz: Staub-, Späne- und Flüssigkeitsaufkommen in industriellen Prozessen
- System: Vorgeschaltete Komponente innerhalb von RUWAC Absaugsystemen
- Prozessvorteil: Frühe Trennung des Materialstroms statt nachgelagerter Filtration
- Sicherheit: Kontrollierte Materialführung reduziert Belastung und Risiken im System
- ROI: Längere Standzeiten, weniger Wartung, geringere Betriebskosten

Vorabscheider
Vor dem Sauger getrennt. Im Betrieb spürbar entlastet.
Vorabscheidersysteme trennen große Materialmengen, bevor sie den Sauger erreichen. Das entlastet Filter und Technik – und stabilisiert die Absaugung über den gesamten Betrieb. Entscheidend ist nicht das Bauteil, sondern seine Position im System: Material wird frühzeitig geführt, statt nachträglich gefiltert. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Prinzipien zum Einsatz. Für voluminöse Materialien wie Flusen oder Zuschnittsreste stehen großvolumige Systeme zur Verfügung. Zyklonlösungen ermöglichen eine kontinuierliche Abscheidung – auch unter erhöhten Anforderungen wie StaubEx. Vorabscheiderbehälter decken ein breites Spektrum von trockenen bis flüssigen Medien ab. Vorfilterzellen sind auf grobe, langfaserige oder strukturierte Materialien ausgelegt. So entsteht kein Standardprodukt, sondern eine abgestimmte Systemlösung für den jeweiligen Materialfluss.
Die Highlights
Materialströme früh kontrollieren. Nicht später kompensieren.
In vielen Absaugprozessen wird das gesamte Material direkt in den Sauger geführt. Große Mengen, abrasive Partikel oder wechselnde Stoffe treffen ungefiltert auf Filter, Gebläse und Systemkomponenten. Die Folge: steigende Filterbelastung, instabile Saugleistung und ein wachsender Wartungsaufwand.
Vorabscheidersysteme setzen früher an. Sie trennen Materialströme, bevor sie das eigentliche Absaugsystem erreichen. Große und schwere Partikel werden gezielt abgeschieden, während der Luftstrom mit deutlich reduzierter Belastung weitergeführt wird.
Das verändert nicht nur einzelne Komponenten, sondern das Verhalten des gesamten Systems. Filter arbeiten unter konstanteren Bedingungen, die Saugleistung bleibt stabil und Prozesse werden berechenbar – auch bei hohen oder schwankenden Materialmengen.
Vorabscheidung ist damit kein Zusatz, sondern die Entscheidung darüber, wo im System Material kontrolliert wird.
Belastung verschieben
Material wird vor dem Filter abgeschieden und nicht erst im Sauger verarbeitet.
Leistung stabil halten
- Konstanter Volumenstrom auch bei hohen oder wechselnden Materialaufkommen.
Wartung planbar machen
- Geringere Filterbelastung reduziert Eingriffe und Stillstandszeiten.

Vorabscheidersysteme werden je nach Material, Menge und Prozess unterschiedlich ausgeführt. Entscheidend ist nicht die Bauform selbst, sondern wie sie den Materialstrom führt und das nachgeschaltete System entlastet.
Behältersysteme nehmen große Mengen flexibel auf und ermöglichen einfache Entleerungskonzepte. Zyklonlösungen trennen Material kontinuierlich aus dem Luftstrom und eignen sich für gleichmäßige Prozesse mit hohem Durchsatz. Vorfilterzellen sind auf grobe, langfaserige oder strukturierte Materialien ausgelegt und schaffen stabile Bedingungen bei schwierigem Sauggut. Systeme wie DAV-SB sind für voluminöse Materialien konzipiert und sorgen dafür, dass große Stoffmengen kontrolliert aufgenommen werden können.
So entsteht aus unterschiedlichen Bauformen ein abgestimmtes Gesamtsystem – nicht als Standardlösung, sondern passend zur jeweiligen Anwendung.
Prinzip vor Bauform
- Entscheidend ist die Funktion im Prozess, nicht die äußere Ausführung.
Auf Material abgestimmt
- Volumen, Struktur und Eigenschaften bestimmen die geeignete Lösung.
Als System gedacht
- Jede Bauform fügt sich in den Gesamtprozess ein und entlastet gezielt nachgelagerte Komponenten.
Stark im Detail.
Vorabscheidersysteme unterscheiden sich nicht nur in der Bauform, sondern vor allem im zugrunde liegenden Abscheideprinzip. Dieses bestimmt, welche Materialien zuverlässig getrennt werden können und unter welchen Bedingungen das System stabil arbeitet. Entscheidend ist nicht das einzelne Prinzip, sondern seine Passung zum Material, zum Prozess und zu den jeweiligen Sicherheitsanforderungen.
Trennung durch Bewegung.

Zyklon-Vorabscheider nutzen eine rotierende Strömung, um Partikel durch Zentrifugalkraft aus dem Luftstrom zu lösen. Dieses Prinzip eignet sich besonders für trockene, rieselfähige Materialien wie Stäube, Späne oder Granulate. In der Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Bau oder bei Schüttgütern ermöglicht es eine effektive Grobabscheidung – ohne zusätzliche Filtermedien.
Flüssigkeit bleibt im System. Nicht im Sauger.

Flüssigkeits-Vorabscheider arbeiten mit einer gezielten Trennung von Luft und Flüssigkeit. Medien wie Kühlmittel, Öle oder Emulsionen werden zuverlässig abgeschieden, bevor sie in das Saugsystem gelangen. Das schützt nachgelagerte Komponenten vor Feuchtigkeitseintrag und sichert die Funktion auch in nassen oder gemischten Anwendungen.
Sicherheit beginnt vor dem System.

Für Anwendungen mit explosionsfähigen oder leitfähigen Stäuben kommen ATEX-konforme Vorabscheider zum Einsatz. Sie basieren ebenfalls auf mechanischer Vorabscheidung, sind jedoch konstruktiv auf erhöhte Sicherheitsanforderungen ausgelegt – etwa durch leitfähige Materialien und definierte Erdungskonzepte. Typische Einsatzbereiche sind Chemie, Pharma, additive Fertigung und das Handling kritischer Pulver.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ein Vorabscheider wird dann entscheidend, wenn größere Materialmengen, abrasive Partikel oder wechselnde Stoffe auftreten. Ohne Vorabscheidung gelangt das gesamte Material direkt in den Sauger, wodurch Filter schneller belastet werden und die Saugleistung abnimmt. In solchen Anwendungen ist der Vorabscheider keine Ergänzung, sondern Voraussetzung für einen stabilen Betrieb.
Nein. Ein Vorabscheider übernimmt die Grobtrennung, reduziert also die Materialmenge, die in den Sauger gelangt. Die Feinfiltration erfolgt weiterhin im Gerät selbst. Beide Komponenten erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind aufeinander abgestimmt.
Das hängt nicht von der Bauform allein ab, sondern vom Material und Prozess. Voluminöse oder strukturierte Stoffe erfordern andere Lösungen als feine oder kontinuierlich anfallende Materialien. Entscheidend ist, wie der Materialstrom geführt werden soll – nicht, welches System auf den ersten Blick am einfachsten erscheint.
Das gesamte Sauggut trifft direkt auf Filter und Technik. Dadurch steigt die Filterbelastung, die Saugleistung kann abfallen und Wartungsintervalle verkürzen sich. Besonders bei hohen oder schwankenden Materialmengen führt das zu instabilen Prozessen und höheren Betriebskosten.
In den meisten Fällen ja. Vorabscheider werden so ausgelegt, dass sie sich in bestehende Absaugsysteme einfügen lassen – sowohl mobil als auch stationär. Entscheidend ist die Abstimmung auf Volumenstrom, Material und Entsorgungskonzept, damit das Gesamtsystem weiterhin zuverlässig funktioniert.
Technische Daten.




Gehäuse
Stahlblech
Motorleistung (kW)
2,2 – 4,0
Spannung (V)
400
Unterdruck (mbar)
-210 – -240
Unterdruck (kurzfristig) (mbar)
-335
Luftleistung (m³/h) (gemessen mit 3 m Schlauch)
285
Schalldruckpegel (dB(A)) (DIN EN ISO 3744)
68
Zellenfilter Staubklasse L, M (m²)
1
Höhe (mm) (Staubklasse H)
1.300
Breite (mm)
600
Länge (mm)
600
Schutzart IP
65
Fassungsvermögen (Liter)
130
Sauganschluss (mm)
70
Gehäuse
GFK, Edelstahl
Gehäuse
Edelstahl, Stahlblech-verzinkt
Fassungsvermögen (Liter)
35 – 200
Sauganschluss (mm)
50 – 100
Gehäuse
Edelstahl, Stahlblech-verzinkt
Fassungsvermögen (Liter)
35 – 200
Sauganschluss (mm)
50 – 100

Vor dem Sauger getrennt. Im Betrieb spürbar entlastet.



